• Hundeführerschein Sachsen

    Alles was Du zu Deinem Hundeführerschein wissen musst!

Hundeführerschein Sachsen

Hundeführerschein Sachsen – In Sachsen ist der Hundeführerschein keine bindende Voraussetzung, um einen Hund ohne Leine führen zu dürfen. Das sächsische Gefahrhundegesetz reglementiert Vorschriften zur Haltung von Hunden, die der gesetzlichen Gefährlichkeitsvermutung entsprechen. Halter ” gefährlicher Hunde” müssen demnach einen Sachkundenachweis bzw. einen Wesenstest des Tieres vorweisen. Derartige Nachweise können über das Absolvieren eines behördlich anerkannten Hundeführerscheins erbracht werden. Als “gefährliche Hunde” gelten in Sachsen Hunde der Rassen American Staffordshire Terrier, Bullterrier sowie Pitbull Terrier. Analog fallen Tiere unter die offizielle Gefährlichkeitsvermutung, deren individuelle Gefährlichkeit durch die einzelnen Kreispolizeibehörden festgestellt worden ist.

Der Hundeführerschein Sachsen

Animiert von Meldungen über bundesweite Beißattacken, fordern Tierschützer von der Landesregierung anhaltend die Einführung einer bindenden Verpflichtung zum Hundeführerschein für sämtliche Hundehalter. Ebenso sprechen sich zahlreiche Veterinärämter der Landkreise für die Modifizierung des Gefahrhundegesetzes in Sachsen aus. Demnach werden seit 2012 regelmäßig Initiativen der sächsischen Landestierärztekammer angestoßen, um eine Änderung der Regelungen auszulösen. Diese Bestrebungen werden allerdings von dem sächsischen Innenministerium nicht ausreichend gebilligt. Laut Aussagen der Landesregierung verfüge Sachsen über eine Regelung, die effektiv zu der Gefahrenvermeidung im Umgang mit ” gefährlichen Hunden” beitrage.

Hundeführerschein Sachsen beliebt bei Hundehaltern

Ein Hundeführerschein in Sachsen kann von Haltern ” ungefährlicher Tiere” auf freiwilliger Basis vorgenommen werden. Zahlreiche Anbieter, die durch unterschiedliche Verbände zertifiziert sind, bieten die Möglichkeit die Prüfung zum Hundeführerschein abzulegen. Da im Rahmen der Hundeprüfung sowohl wertvolles theoretisches als auch praktisches Fachwissen erworben wird, erkennen sächsische Hundehalter zunehmend das wegweisende Potential, das die Hundeprüfung generiert.

Der Hundeführerschein dient als Befähigungsnachweis, der die eingespielte Einheit von Mensch und Hund belegt. Neben der umfassenden Sachkunde des Halters reflektiert das Dokument die dauerhafte Grundgehorsamkeit sowie die Sozialverträglichkeit des Hundes. Somit übt ein entsprechend geprüftes Team aus Mensch und Tier, unabhängig von der Rassenzugehörigkeit des Hundes, keine Gefahr für Dritte oder andere Tiere aus. Zusätzlich ist der Nachweis des Dokumentes in zahlreichen Kommunen mit einer Ermäßigung der Hundesteuer verknüpft.

Die Hundeprüfung kann bei zahlreichen Anbietern absolviert werden, die mit unterschiedlichen Zertifikationen verschiedener Verbände ausgestattet sind. Relevante Informationen über anerkannte Prüfer sind deshalb über die Internetauftritte der einzelnen Verbände abrufbar. Zudem können Daten über die Webseite der Landestierärztekammer abgefragt werden. Kontaktdaten sind zusätzlich auf den Homepages des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen), der BVZ (Berufsverband zertifizierter Hundeschulen), der BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) und des IBH (Internationaler Berufsverband der Hundetrainer und Hundeunternehmer) aufgeführt.

Prüfungswissen perfektioniert die Einheit von Mensch und Tier

Der Hundeführerschein umschließt einen theoretischen und einen praktischen Teil. Im Zuge der theoretischen Prüfung muss der Halter per Multiple- Choice- Verfahren 40 Fragen zu Ernährung, Pflege, Gesundheit, Haltung, Lernfähigkeit, Sozialverhalten, Kommunikation, Aufzucht, Erziehung, Ausbildung, Angst und Aggression des Hundes beantworten. Zusätzlich wird Wissen bezüglich der rechtlichen Verpflichtungen von Hundehaltern abgefragt.

Sofern die Theorie erfolgreich abgeschlossen wurde, kann das Team aus Mensch und Tier die praktische Hundeprüfung ablegen. Im Prüfungskontext bewerten die Prüfer die Fähigkeiten des Verbundes aus Hund und Halter. Geprüft wird in reizarmen und in reizintensiven Umgebungen, um bestmöglich die Interaktion miteinander, die Grundgehorsamkeit und Sozialverträglichkeit des Tieres im Alltag einschätzen zu können. Durchschnittlich fallen für die gesamte Prüfung Kosten in Höhe von durchschnittlich 100 € je Team an.

Hundeprüfung zur nachhaltigen Gefahrenvermeidung

Das Ablegen der Prüfung transportiert umfassende Kompetenzen, die den Umgang mit dem Tier langfristig positiv beeinflussen. Halter können auf Basis des Fachwissens ihre Tiere konstant perfekt halten, erziehen, pflegen und fördern. Auf diese Weise können Fehler in der Erziehung sowie Defizite in der Haltung vermieden werden. Somit fördert der Kurs sowohl die Gefahrenvermeidung als auch das individuelle Tierwohl. Das Wissen steigert dauerhaft die Lebensqualität der Hunde. Der Hundeführerschein ist für alle Halter empfehlenswert. Im Rahmen der Prüfung erwerben Halter Kompetenzen, die eine permanent hohe Kontrollierbarkeit des Tieres erlauben.

Hundeführerschein Sachsen

Hunderassen | © Bildagentur PantherMedia / emmanuelle bonzami