• Hundeführerschein: Gesetze für Hundebesitzer

    Alles was Du zu Deinem Hundeführerschein wissen musst!

Hundeführerschein: Gesetze für Hundebesitzer

Hundeführerschein: Gesetze für Hundebesitzer – Hundehalterinnen und -halter sind auf ganzer Linie für ihre Hunde verantwortlich und dies sowohl dahingehend, dass sich der eigene Hund gut und artgerecht entwickeln kann, als auch für das Verhalten des eigenen Hundes, wenn er etwas macht, wodurch er anderen einen Schaden zufügt.

Für Menschen und ihre Hunde gibt es folglich im Alltag jede Menge Regularien, die es zu beachten gilt:


  • Tierschutzrecht
  • Zivilrecht
  • Strafrecht
  • Umweltrecht
  • Ordnungswidrigkeitenrecht
  • Vollstreckungsrecht
  • Regelungen von Städten und Gemeinden
  • Hundeverordnungen der verschiedenen Bundesländer
  • weitere Gesetze und Verordnungen des Bundes

Im Folgenden soll ein erster Überblick gegeben werden, welche rechtlichen Grundlagen beim Thema Hundeführerschein relevant sein können bzw. in der Häufigkeit am meisten Anwendung finden.

Viele Bundesländer, viele verschiedene Regelungen:

So viele Bundesländer, wie es in Deutschland gibt, so viele verschiedene Hundeverordnungen auf Landesebene gibt es ebenfalls und deshalb ist es ratsam für jede Hundehalterin und jeden Hundehalter, sich bereits im Vorfeld vor der Anschaffung eines Hundes über die jeweiligen geltenden Bestimmungen einen Überblick zu verschaffen. Bundesweit gilt das Hundeverbringungs- und Hundeeinfuhrbeschränkungsgesetz (HundVerbrEinfG). Dieses regelt insbesondere, dass bestimmte Hunderassen nicht nach Deutschland eingeführt bzw. dort nicht ungemeldet verkauft werden dürfen.

Auf den Landesebenen gibt es in den Hundeverordnungen bezüglich des Hundeführerscheins bzw. der Hundeprüfung ganz verschiedene Auslegungen. In Niedersachsen, wo es auch keine in der dort geltenden Hundeverordnung verankerte Rasseliste gibt, brauchen alle Hundehalter einen Hundeführerschein, der für alle gleichermaßen inhaltlich erstellt wurde und gilt. Kommt es dann danach zu einem problematischen Vorfall mit einem Hund, so können die zuständigen Behörden dann weitere Maßnahmen auferlegen. Eine gute, einheitliche Regelung, wo alle Hundehalter als auch Hunde von vornherein erst einmal gleichbehandelt werden.

In anderen Bundesländern gibt es z.B. Rasselisten und sowohl die Haltung solcher Hunde als auch der damit verbundene Hundeführerschein bedarf dann z.B. besonderer Auflagen, etwas dass ein entsprechender Hundeführerschein nur durch Amtstierärzte abgenommen werden darf.
Der Hundeführerschein für Hunde außerhalb dieser Rasseliste darf dagegen bei dafür anerkannten Prüferinnen und Prüfern abgelegt werden und erfordert nicht das Einschalten von Amtstierärzten.

In weiteren Bundesländern gelten Regelungen, die Hunde in bestimmte Größenkategorien einordnen, dabei geht es nach Größe (Widerristhöhe) und Gewicht eines Hundes und wenn dann z.B. ein ausgewachsener Hund in die Kategorie „Große Hunde“ fällt, bedarf es dann eines speziellen Hundeführerschein. In manchen Bundesländern werden Hundeführerscheine, wenn sie bei anerkannten Prüferinnen und Prüfern abgelegt werden, als Sachkundenachweis anerkannt.

Die Anzahl der in einem Hundeführerschein/Sachkundenachweis von den Hundehaltern zu beantwortenden Fragen und der Umfang der inhaltlichen Fragestellungen variiert von Bundesland zu Bundesland. Auch gibt es auf der Landesebene deutliche Unterschiede, dass z.B. die Halterinnen und Halter von als potentiell gefährlich eingestuften Hunden/Hunderassen eine Mindestanzahl an bestimmten Fragestellungen mit richtig beantworten müssen, um die Prüfung zu bestehen.

Weitere Gesetze für Hundehalter:

Hundefüherschein, Hundeprüfung, Sachkundenachweis, das alleine ist schon sehr viel und teils sehr verschieden, aber es geht noch weiter, denn insbesondere die Hundeverordnungen der einzelnen Bundesländer enthalten weitere Regelungen, wozu Hundehalter über die Hundeprüfungen hinaus verpflichtet sind. Dazu zählen unter anderem Regelungen zur Kennzeichnungspflicht von Hunden und Regelungen zur Versicherungspflicht von Hunden.

Hundeführerschein: Gesetze für Hundebesitzer – Fazit:

Die verschiedenen rechtlichen Regelungen, was die Anschaffung und die Haltung eines Hundes und darüber hinaus weiterer Verpflichtungen für Hundehalter angeht, sind breit gefächert. Für alle Hundebesitzer bedeutet dies nicht nur die erforderliche Kenntnis und das notwendige Einfühlungsvermögen zu besitzen, um seinem Hund ein schönes Hundeleben zu ermöglichen, sondern auch die Bereitschaft, sich über die diversen Gesetze für Hundehalter zu informieren und sich mit den daraus resultierenden rechtlichen Pflichten zu beschäftigen und diese umzusetzen.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass der überwiegende Teil der rechtlichen Bestimmungen auch deshalb in Kraft getreten ist, weil es darum geht, dass die Tiere ein Stück weit geschützt werden sollen, denn leider gibt es nicht nur gute und fähige Menschen und dies steht niemandem auf der Stirn geschrieben.

Hundeführerschein: Gesetze für Hundebesitzer

Hundeführerschein – Gesetze für Hundebesitzer | © Bildagentur PantherMedia / John McAllister