Hundeführerschein Schleswig-Holstein

In Schleswig- Holstein ist der Hundeführerschein nicht gesetzlich erforderlich, um einen Hund ohne Leine führen zu dürfen. Laut geltendem Hundegesetz dürfen die Tiere allerdings in innerstädtischen Bereichen, auf Deichen und in Waldgebieten grundsätzlich nur mit Leine laufen. Zudem müssen Hunde zwingend haftpflichtversichert werden. Lediglich Halter “ gefährlicher Hunde“ sind dazu verpflichtet den Behörden einen Sachkundenachweis vorzulegen. Dieser kann im Zuge der Prüfung zum Hundeführerschein erworben werden. Da verschiedene Verbände die Nachweise gemäß unterschiedlicher Richtlinien anbieten, sollten betroffene Halter bei den Behörden explizit erfragen, welche Hundeführerscheine offiziell bzw. behördlich als Sachkundenachweis anerkannt werden.

Die „gefährlichen“ Hunde

Als gefährliche Hunde werden in Schleswig-Holstein Tiere klassifiziert, die auffällig in Erscheinung getreten sind. Als auffälliges Verhalten wird etwa ein erkennbar hohes Aggressionspotential des Hundes gewertet. Ebenso ist ein Hund laut schleswig-holsteinischen Hundegesetz gefährlich, der bereits Beißattacken ausgeführt hat. Im Jahre 2016 wurde das Gefahrhundgesetz reformiert. Daher wurde die Rassen– Liste für gefährliche Hunde für unzulässig erklärt.“ Gefährliche“ Hunde dürfen ausschließlich angeleint und mit Maulkorb im öffentlichen Raum geführt werden.

Zwei Jahre nachdem betreffende Hund als “ gefährlich“ eingestuft worden sind, können Halter mit ihrem Tier einen Wesenstest ablegen. Bei erfolgreicher Absolvierung werden die “ Gefahreneinstufung“ und der Maulkorb– bzw. Leinenzwang aufgehoben. Allerdings darf der Hund während seiner Einstufung als “ gefährliches Tier“ kein weiteres auffälliges Verhalten an den Tag legen.

Befähigungsnachweis zum artgerechten Umgang

Der Hundeführerschein in Schleswig-Holstein kann freiwillig erlangt werden. Die umfassende Prüfung vermittelt wertvolles Fachwissen, das dauerhaft den symbiotischen Verbund aus Mensch und Tier stärkt. Auf Basis des rassenspezifischen Wissens, können Halter ihr Tier bestmöglich artgerecht halten. Gleichzeitig generiert das Bestehen der Hundeprüfung in vielen Kommunen des Landes steuerliche Ermäßigungen bei der Hundesteuer. Demnach können die Kommunen die Hundesteuer reduzieren, sofern ein Hundeführerschein vorgelegt wird.

Der Hundeführerschein ist als Befähigungsnachweis zu verstehen, der transparent die Sachkunde des Halters, den Grundgehorsam sowie die Sozialverträglichkeit des Hundes dokumentiert. Der Nachweis kann bei verschiedenen Anbietern erworben werden, die unterschiedlichen zertifizierten Verbänden angehören.

Informationen über die jeweiligen Prüfer können über die Internetpräsenzen der Verbände und der Landestierärztekammer aufgerufen werden. Relevante Daten sind auf den Seiten des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen), der BVZ (Berufsverband zertifizierter Hundeschulen), der BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) sowie des IBH (Internationaler Berufsverband der Hundetrainer und Hundeunternehmer) dargestellt.

Hundeprüfung transportiert wertvolle Kompetenzen

Die Prüfung umschließt einen theoretischen und einen praktischen Teil. Die Theorie umfasst Fragen zu Ernährung, Pflege, Gesundheit, Aufzucht, Fortpflanzung, Sozialverhalten, Kommunikation, Lerntheorie, Erziehung, Rassenkenntnisse, Angst und Aggression des Hundes. Ergänzend lernt der Halter gesetzliche Grundlagen, die seine rechtlichen Verpflichtungen als Hundehalter festlegen.

Nach erfolgreichem Bestehen der Theorie, kann die praktische Hundeprüfung absolviert werden. Im Zuge dessen werden in reizarmen und reizintensiven Umgebungen der Grundgehorsam und die Sozialverträglichkeit des Tieres geprüft. Zusätzlich bewerten die Prüfer die Einheit von Mensch und Tier als eingespieltes Team. Im Rahmen der Hundeprüfung dürfen weder der Halter oder Dritte noch andere Tiere von dem zu prüfenden Hund belästigt oder gefährdet werden. Für die ganzheitliche Prüfung werden in der Regel durchschnittlich Kosten in Höhe von 100 € je Team ( Mensch- Hund ) veranschlagt.

Hundeführerschein in Schleswig-Holstein für maximierte Kontrollierbarkeit des Tieres

Der Befähigungsnachweis stärkt sowohl die Einheit von Mensch und Tier als auch die Gefahrenvermeidung. Auf Basis des rassenspezifischen Fachwissens können die Hunde nachhaltig artgerecht gehalten, gepflegt, versorgt und gefördert werden. Deshalb beeinflusst die umfassende Sachkunde des Halters nachhaltig die individuelle Lebensqualität des Hundes. Zudem können aufgrund der facettenreichen Kompetenzen Erziehungsfehler anhaltend vermieden werden. Geprüfte Hunde verfügen demnach über ein hohes Maß an Grundgehorsam und Sozialverträglichkeit. Deshalb sind derartige Tiere gut zu kontrollieren. Eine Gefahr geht somit von diesen Tieren nicht aus. Der Hundeführerschein löst zudem steuerliche Vergünstigungen bezüglich der Hundesteuer aus, die den Halter finanziell entlasten.

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