Nachdem die theoretische Hundeprüfung erfolgreich bestanden wurde, geht es nun mit der praktischen Prüfung in die zweite und alles entscheidende Runde auf dem Weg zum Hundeführerschein. Hierzu haben Hundehalter einen gewissen Zeitraum nach Bestehen der theoretischen Prüfung Zeit, zu lange sollten sie aber nicht warten, da es sonst sein kann, dass der Zeitraum zwischen theoretischer und praktischer Prüfung zu groß ist und in einem solchen Fall dann die theoretische Prüfung noch mal wiederholt werden muss.

Praktische Prüfung zum Hundeführerschein – Das erworbene Wissen umsetzen und die Prüfung bestehen

Den Hundeführerschein erhalten nur diejenigen Hundehalterinnen und -halter, die sowohl die theoretische als auch die praktische Hundeprüfung erfolgreich bestanden haben, denn das umfassendste theoretische Wissen nutzt niemanden etwas, wenn es nicht erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden kann. Auch in der praktischen Hundeprüfung geht es schwerpunktmäßig darum, dass die Menschen, die Hunde halten wollen, glaubhaft zeigen müssen, dass sie in der Lage sind, ihrem Hund ein artgerechtes und angemessenes Leben zu ermöglichen, es geht also um die Sachkunde der Hundehalter.

Wie weit die Ausbildung des Hundes vorangeschritten ist und wie gut die Mensch-Hund-Beziehung ist bzw. wie gut das Team Mensch-Hund ist, soll hier keine Rolle spielen. Nichts desto trotz ist es natürlich so, dass diese Dinge ein Stück weit auch mit in die Eignung von Hundehalterinnen und -haltern reinspielen, denn wenn die Beziehung stimmt und wenn der Hund auf seinen Menschen hört, dann spielen diese Dinge auch mit in die Eignung der Halter rein und können also nicht gänzlich getrennt von einander betrachtet werden.

Der Sinn von Hundeprüfung und Hundeführerschein:

Der Hund wird oft als bester Freund des Menschen beschrieben und entsprechend soll das Mensch-Hund-Gespann entspannt gemeinsam durch das Leben gehen können. Für alle, die sich in einer Gesellschaft bewegen, bedarf es deshalb einiger Grundregeln, damit das Zusammenleben nicht nur für manche sondern für alle angenehm ist. Da Hunde eine andere Sprache als die der Menschen sprechen, liegt die Verantwortung bei den Hundehalterinnen und -haltern, ihren Hunden ein paar Grundregeln beizubringen und sie in ihren differenzierten Bedürfnissen wahr- und ernstzunehmen, denn glücklichen Hunden fällt es leichter, sich mit den Erwartungen der Gesellschaft konform zu verhalten, als unglücklicheren Hunden.

Unglückliche Hunde sind nicht umsonst unglücklich, sie sind teils verängstigt, traumatisiert und krank und ihr Verhalten spiegelt wieder, wie sie fühlen, was ihnen so oft durch Menschen angetan wurde. Wissentlich oder unwissentlich verhalten sich Menschen auf eine bestimmte Art und Weise und erreichen damit, dass ihre Hunde darauf reagieren und sich entsprechend ebenso auf bestimmte Art und Weise verhalten.

Der Mensch ist verantwortlich und deshalb steht er in der Pflicht zu beweisen, ob er in der Lage ist, Verantwortung für einen Hund zu übernehmen und diesen in die Gesellschaft zu integrieren.

Inhalte der praktischen Hundeprüfung:

Bei dieser Hundeprüfung geht es um Inhalte, in denen Hundehalterinnen und -halter aufzeigen müssen, wie sie mit einem Hund umgehen, wie sie ihn auffordern bestimmte Dinge zu tun oder zu unterlassen und dies in verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Es geht um Gehorsamsübungen und Grundkommandos als auch um Übungen, wie sich der Hund in bestimmten Situationen händeln lässt.

Diese Übungen sollen in ablenkungsarmen Bereichen, in öffentlichen durchschnittlich genutzten Bereichen wie Spaziergang im Park und schließlich auch in öffentlichen stark frequentierten Bereichen wie Innenstädte absolviert werden. Die Reize, die mit zunehmenden Schwierigkeitsgrad auf das Mensch-Hund-Gespann einströmen, sollen zeigen, ob die Beziehung auch in stark ablenkenden, reizüberströmten Situationen, stark genug ist und bleibt, um sich auch in solchen schwierigen Situationen problemlos in der Öffentlichkeit zu bewegen und für niemand anders, weder Mensch noch Tier, eine Gefahr darzustellen.

Fazit zu: Hundeführerschein: Praktische Prüfung

In einer Zeit, wo problematische Vorkommnisse unter Beteiligung von Hunden leider nicht mehr zur Seltenheit gehören zu scheinen, ist der Hundeführerschein eine sinnvolle Möglichkeit, darauf zu schauen, welcher Anteil des problematischen Verhaltens von Hunden beim Menschen liegt bzw. von ihm verursacht wird und bereits im Vorfeld die Menschen auf Fähigkeit und Unfähigkeit bezüglich der Hundehaltung und Verantwortungsübernahme für einen Hund zu prüfen.

Diese Vorgehensweise ist im Interesse aller und nicht zuletzt auch im Interesse von Hunden, denn ein jeder Hund verdient ein artgerechtes und schönes Leben bei Menschen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und diese ausnahmslos wahrnehmen.

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