Seit Juli 2016 müssen Hundehalter in Berlin zwingend einen offiziellen Hundeführerschein besitzen, um ihr Tier ohne Leine führen zu dürfen. Hierfür müssen Hund und Halter eine umfassende Prüfung ablegen. Im Rahmen der Prüfung soll nachgewiesen werden, dass Hund und Halter in der Öffentlichkeit eine perfekte Einheit bilden, die dem Verbund aus Tier und Halter ermöglicht sich anhaltend im öffentlichen Raum zu bewegen ohne Dritte dabei zu belästigen oder zu gefährden. Im Prüfungskontext werden sowohl die individuelle Sachkunde des Halters als auch der praktische Umgang bzw. die Interaktion miteinander bewertet. Ergänzend fließt der jeweilige Erziehungsstand des Hundes in die Bewertung ein. Grundsätzlich findet der Test in einer dem Tier fremden Umgebung statt. Prinzipiell profitieren Hund und Halter gleichermaßen von der Aneignung des notwendigen Fachwissens. Das Training für den Hundeführerschein ist unterhaltsam und stärkt die Einheit von Hund und Halter. Zusätzlich perfektioniert die Sachkunde nachhaltig die Interaktion beider Parteien.

Wissenswertes zur Hundeprüfung

Der Hundeführerschein in Berlin kann bei dem “ Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater“ (BHV), dem “ Berufsverband zertifizierter Hundetrainer“ sowie bei dem “ Verband für das Deutsche Hundewesen“ ( VDH ) erworben werden. Hundeschulen bieten grundsätzlich einen BHVHundeführerschein an. Der BHVHundeführerschein kann in 2 unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen erlangt werden. Stufe 1 umfasst lediglich Situationen an der Leine. In Relation dazu enthält die zweite Schwierigkeitsstufe Intervalle, die mit einem Laufen des Tieres ohne Leine einhergehen.

Während der Prüfung ist es zulässig Hör- und Sitzzeichen anzuwenden. Ergänzend dürfen weitere Hilfsmittel wie Pfeifen, Leinen, Haltis, festverschnallbare Halsbänder und Halsbänder mit integriertem Zugstop verwendet werden. Alternativ darf Brustgeschirr angelegt werden, das keine Zugwirkung unter den Achseln des Tieres ausübt. Sind Hundehalter oder Tier körperlich beeinträchtigt, können zudem nach Absprache mit dem Prüfer zusätzliche Hilfsmittel genutzt werden.

Um den Test absolvieren zu dürfen, muss der Hund zum Zeitpunkt der Prüfung ein Mindestalter von 12 Monaten aufweisen. Für den Halter gilt es zu belegen, dass das Tier geimpft und haftpflichtversichert ist. Der Hund muss ferner eine Kennzeichnung per Mikrochip besitzen. Der Prüfungsablauf gliedert sich in einen theoretischen- und einen praktischen Teil. Das erfolgreiche Bestehen der Theorie bildet die Grundvoraussetzung, um die Praxis ablegen zu dürfen.

Die Theorie folgt einem Multiple- Choice – Verfahren. In schriftlicher Form muss der Halter Fragen zu den Themenkomplexen “ Hund und Recht“, “ Verhalten des Tieres“, “ die Rolle des Hundehalters in der Öffentlichkeit“, “ Haltung, Pflege, Gesundheit & Ernährung“, “ Welpenkauf bzw. Welpenaufzucht“, “ Lernverhalten des Tieres“, “ Mensch – Hund- Verhältnis“ sowie “ Hilfsmittel in der Hundeerziehung“ beantworten. Gibt der Prüfling mindestens zu 70 % korrekte Antworten, gilt die Theorie als bestanden.

Der Praxisteil wird im Rahmen von drei unterschiedlichen Umgebungen abgefragt. Somit wird die Praxis in einer ablenkungsarmen Umgebung, belebten öffentlichen Grünanlagen und im innerstädtischen Bereich geprüft.

Anfallende Kosten für die Hundeprüfung

Die anfallenden Kosten sind an den jeweiligen Anbieter gebunden. Berliner Hundeschulen bzw. Hundevereine bieten ausschließlich den Kurs gemäß den Richtlinien des BHV an. Demnach entstehen pro Team ( Hund – Mensch ) für Theorie und Praxis für den Hundeführerschein der Stufe 2 Gebühren in Höhe von 100 €. Dieses Dokument erlaubt das leinenlose Führen des Tieres. Für den Hundeführerschein der Schwierigkeitsstufe 1 ( Theorie und Praxis ) fallen je Team ( Halter – Tier ) Kosten in Höhe von 90 € an. Ein derartiger Nachweis berechtigt nicht zum Führen ohne Leine.

Wird ein Hundeführerschein in Berlin nach den Standards des “ VDHs“ oder dem “ Berufsverband zertifizierter Hundetrainer“ absolviert, entstehen andere Kosten. Prinzipiell bewegen sich die Preise sämtlicher Anbieter auf einem annährend identischen Preisniveau.

Hundeprüfung generiert zahlreiche Vorteile

Da in Berlin die Leinenpflicht für Hunde gilt, ist der Erwerb des BHV– Hundeführerscheines der Schwierigkeitsstufe 2 bzw. des Hundeführerscheines bindend, um Tiere ohne Leine führen zu dürfen. Verfügt der Halter über eine derartige Sachkundebescheinigung, kann sich der Hund legitim frei in der Öffentlichkeit bewegen. Zusätzlich vermittelt das Dokument umfassendes essentielles Fachwissen, welches dauerhaft die Interaktion mit dem Hund optimiert. Die Prüfung ist unbedingt lediglich bei anerkannten Hundeschulen und lizenzierten Hundetrainern abzulegen. Dies stellt die hohe Qualität der Sachkundebescheinigung sicher.

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